#11
„Rear-Admiral Valorn, sehr erfreut!“ Log Corrus, und er war sich sicher, dass man ihm das ansah. Wobei es nicht direkt mit Knox zu tun hatte, sondern mit der Situation im allgemeinen. Ganz im Gegenteil. Auf den ersten Blick machte Knox einen ordentlichen Eindruck. Ein harter Blick, zu dem sich ein leicht verschmitztes Lächeln gesellte deutete an, dass er nicht so ernst war wie er auf den ersten Blick vielleicht vorgab. Außerdem hatte Corrus mit Nautolanern bereits gute Erfahrungen gemacht. Sollte sich Captain Knox nur annähernd so gut anstellen wie Commodore Fias mit seinem Schiff Repulse, wäre Corrus voll und ganz zufrieden. Allerdings war Fias weitaus schweigsamer, dass machte ihn für Corrus angenehmer als diese Plappertasche vor ihm.
Gerade wollte Corrus den Salut des ihm eben vorgestellten Sicherheitsoffiziers ebenfalls mit einem ´Sehr erfreut´ kommentieren, um dessen Salut nicht unbeantwortet zu lassen als der geschwätzige Nautolaner bereits weiter sprach. Corrus schloss dem Mund wieder um dem Leutnant Bartels schlicht zuzunicken.
Nachdem Captain Knox sein Begrüßungsvortrag beendet hatte herrschte seinige Sekunden Stille. Für gewöhnlich wäre Corrus der Einladung gefolgt. Doch er empfand dies nicht den Umständen angemessen. Er hatte leider weniger Zeit, als man für einen ersten Besuch bei einem neuen Captain mitbringen sollte. Also musste er darauf bedacht sein, sich schnell ein Bild zu machen, von dem Senior Captain. Außerdem fand er die Einladung etwas überfallartig. Das hing aber eher mit dem allgemein hohen Redefluss des Nautolaner zusammen.
Kurz bevor die Pause peinlich zu werden begann, antwortete der Bothan. „Vertrauen sie ihrer Mannschaft, Captain Knox? Ich tue das!“ Corrus hoffte, dass die Anspielung an kam. Der Befehl sich ausschließlich nur bei Valorn zu melden mag mit sinnvoller Absicht erteilt worden sein, doch wäre Commodore Juun als sein Stellvertreter der Ansprechpartner gewesen. Auch für den Fall das Knox brisante Informationen überbringen würde. Wem sollte man im Kampf vertrauen, wen nicht seiner eigenen Mannschaft? Der traute er zumindest mehr als dem Flottenkommando.

„Ich würde das Gespräch gerne auf der Brücke weiterführen.“

Seine gegenüber schienen etwas überrascht von der barschen Art. Immerhin hatte Corrus noch nicht mal die Einladung dankend abgelehnt.Sie fingen sich aber schnell wieder. Es blieb ihnen nichts anderes übrig. Die ersten paar Meter herrschte eine angespannte Stille.

„Die Verstärkung, die das Oberkommando für angebracht hält!“ Zitierte Corrus den Captain wörtlich, begleitet von einem bothanischen Schnauben. „Das Oberkommando hätte mich wenigstens informieren können.“ Corrus verzog das Gesicht und blickte zu Boden, dann zu Knox „Verstehen sie mich nicht falsch, ich freue mich das unsere Verluste kompensiert werden. Allerdings ist es kontraproduktiv unsere Flotte im gleichen Moment in Alarmbereitschaft zu versetzten, ohne nähere Infos. Mit denen man sich vorbereiten könnte. Und neuen Leuten mit denen man nicht eingearbeitet ist“. Dem Gesichtsausdruck konnte er entnehmen, dass man Knox ebenfalls noch nicht über die Alarmbereitschaft informiert hatte.
„Seit diese Politiker in den militärischen Entscheidungen mitmischen....“ er führte den Satz nicht zu Ende. Sicher hatte auch Knox Beispiele erfahren.
Politiker machten Kriege grausam. Wie man jetzt wusste, hatte Die imperiale Flotte über Kashyyyk den Befehl, den Planeten unter allen Umständen zu halten.... Gegen eine dreifache übermacht, ohne Aussicht auf Verstärkung.... Ein Selbstmordkommando initiiert von imperialen Politikern. Hätten sie die Flotte zurückgezogen wäre sie weiter eine Bedrohung. Die republikanische Flotte die derzeit über Kashyyyk wacht würde nicht ausreichen. Aber so hatte er sie vernichten können. Gänzlich, unter schrecklichen eigenen Verlusten. Die Opfer beider Seiten waren unnötig gewesen. Aber nun konnte es von der Politik, Propaganda gerecht ausgeschlachtet werden. ´Rear-Admiral Valorn, Held von Kashyyyk´ war in den Holonews berichtet worden. ´Schlächter´ wäre korrekt gewesen. So wie es in der imperialen stand. Aber ´Heldenhafte Aufopferung der imperialen Flotte bis zum letzten Mann´ hörte sich natürlich besser an wie `nach kurzem Gefecht der erdrückenden feindlichen Übermacht gewichen`. Der Bürger wollte Dramatik in der Schlacht und der Politiker war bereit diese Dramatik mit den Leben seiner Soldaten zu erkaufen. Zur Stärkung der Moral... Helden und Märtyrer Verehrung. Fast hätte er auf den Boden gespuckt bei den Gedanken. Stattdessen schüttelte er den Kopf und schluckte trocken.
„Sie verstehen, dass ich bisher ihre Akte nicht lesen konnte, noch die Berichte über das Geschwader, dass sie hier her gebracht haben. Ich wäre dankbar über eine kurze Zusammenfassung, Captain“ Es war Corrus tatsächlich etwas peinlich, dass er sich nicht vorher hatte informieren können, obwohl er wirklich keine Möglichkeit dazu gehabt hatte. Er selbst würde es nämlich als mangelnden Respekt empfinden. Doch er hoffte, dass es Knox verstehen würde. Auf dem Weg zur Brücke und auch auf der Brücke selbst, viel ihm die gute Atmosphäre auf dem Schiff auf. Fast familiär, soweit das in militärischen Rahmenbedingungen möglich ist. Corrus selbst legte Wert darauf, dass die Hierarchie nicht nur klar erkennbar war, sondern auch absolut akzeptiert. War das einmal in einem Mannschaftskörper verinnerlicht, war dieser freundschaftliche Umgang allerdings kein Problem mehr. Um das zu erfahren hatte er auch den weg zur Brücke gewählt. Das zeigte in kürzerer Zeit ob Knox ein guter Anführer war. Und scheinbar war er es.
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#12
Der Admiral war ein klassischer Militär, das merkte Romer sofort. Im Prinzip ein Mann nach seinem Geschmack, allerdings war der Captain kurz von der forschen Art des Bothaners kurz überrascht. Dies legte sich allerdings schnell. Anscheinend war sein Vorgesetzter ein eher wortkarger Mann. Die Einladung das Gespräch in den privaten Räumen des Kapitäns weiter zu führen lehnte er indirekt ab und deutete an den Weg zur Brücke einzuschlagen. Natürlich hätte es vermutlich auch gereicht Admiral Valorns ersten Offizier in Kenntnis zu setzten, allerdings war Knox ein äußerst befehlstreuer Mann und befolgte diese Wortgenau, so gut dies eben ging. Der kurz anhaltenden Stille die herrschte, als die Offiziere den Korridor entlang marschierten, wurde von dem hochrangigstem der Drei unterbrochen. Admiral Valorn begann sich über die Art und Weise mit der das Flottenoberkommando arbeitete aufzuregen, und das zu Recht. Seinen letzten Satz lies er unvollendet und schwieg die nächsten paar Momente in Gedanken versunken. Valorn hatte Knox aus der Seele gesprochen. Man konnte wichtige Militärische Ämter nicht mit Politikern bekleiden. Politik, der Staat und das Militär waren stets streng zu trennen, seiner Meinung nach jedenfalls. Doch bis dato hatte niemand nach dieser gefragt. Knox hatte nur ungern den Befehl entgegen genommen sich der Rapid Response Task Force anzuschließen. Nach den hohen Verlusten bei Kashyyyk fürchtete er, nicht unbegründet, um das Leben seiner Männer. Das Wohlbefinden seiner Mannschaft war Priorität Nummer eins, das stand außer Frage. Einen Kamikaze-Einsatz würde es, solange er Captain war, von der Valkyrie nicht geben.

"Admiral auf der Brücke!" kam der Gruß sowie der Salut von Asoron Reach, als Admiral Valorn, Captain Knox und Leftenant Bartels die Brücke betraten. Romer verfiel wieder in seine typische extrovertierte und redefreudige Art und begann sofort mit den Begrüßungen. "Admiral, darf ich Vorstellen, mein enger Freund, vertrauenswürdigstest Crewmitglied, meine rechte Hand und erster Offizier: Commander Asoron Reach." Noch blieb die Hand des Commanders an seiner rechten Schläfe als Zeichen des Respekts gegenüber dem neu angetroffenen Admirals. "Der Rest meiner Brücken-Offiziere sowie meine Gesamte Mannschaft besteht aus Top-Ausgebildeten und Zuverlässigen Männern und Frauen und sie werden in Kürze feststellen das sich die Valkyrie als großartiger Zusatz zu ihrer Flotte erweisen wird, Sir." sagte Knox mit einem freundlichen Lächeln.

Die Frage des Admirals, welche sich auf die genaue Größe und Zahl der Schiffe die als Verstärkung dienten bezog, leitete Knox auf seinen treuen Kameraden Asoron weiter. "Commander Reach, wären sie so freundlich den Admiral über die Verstärkung zu informieren?" Der Commander machte warf einen kurzen Blick auf ein kleines Datapad welches ihm von Leftenant Assani gereicht wurde und sprach dann. "Danke, Leftenant." dies galt noch dem anderen Brücken Offizier. "Die Schiffsgruppe Knox, wird angeführt von der MC80 Liberty Class Kreuzer "The Valkyrie" und steht unter dem Kommando von Senior Captain Sir Romer Knox. In dieser Schiffsgruppe inkludiert sind Schiffe unterschiedlicher Ausführung. Die genauen Zahlen lauten wie folgt: 11 Kreuzer unterschiedlicher Ausführung, inklusive 3 Neutron Star-Class Kreuzer, 2 Providence-class Zerstörer und 2 Acclamator I Klasse Kreuzern unter anderen. Weiters sind der Schiffsgruppe 17 Frigaten angeschlossen, darunter 4 Assault Frigaten Mk. II., 2 Munificent-Class Frigaten und 1 EF76 Nebulon-B escort Frigate unter anderen. Des weiteren beinhaltet die Schiffsgruppe 21 Corvetten unterschiedlicher Klassen und Typen, darunter 6 CR70 Corvetten und 9 Marauder-class Corvetten, Sir." Endete Commander Reach seinen Report und verschrenkte die Hände hinter dem Rücken. "Ich hoffe doch das Aufgebot wird sie halbwegs zufrieden stellen, Sir." bemerkte Romer freundlich und wartete auf eine Reaktion seitens seines Vorgesetzten.
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#13
Corrus salutierte die ihm vorgestellten Personen ab und warf einen Blick über die Brückenbesatzung, die in das positives bisheriges Bild der Mannschaft passte.
Der Tatsache nach das Captain Knox allerdings nur einen Teil seiner Frage beantwortete -den Teil seiner eigenen Historie sparte er aus- wollte Corrus die Selbstbelobigungen erst einmal so stehen lassen. Ob es der Wahrheit entsprach würde sich zeigen.
Viel mehr sorgen bereiteten ihm die Daten der Verstärkungsflotte. An sich konnte er sich glücklich schätzen. Ein MC80, 2 Providence und die schlagkräftigen Marauder Klassen, waren wahrlich die Schmuckstücke unter den 50 Schiffen. Bei den Acclamatoren war entscheidend wie stark sie modifiziert wurden. Allerdings störte ihn die bloße Zahl an Verstärkung. 50 schiffe auf einen Schlag? Obwohl nicht vorauszusehen war, dass die Verluste über Kashyyyk derart hoch ausgefallen sind? Irgendetwas daran gefiel dem Admiral nicht.
Als Captain Knox Corrus nachdenkliche Mine erkannte erkundigte er sich nach dessen Zufriedenheit über die Verstärkung. Corrus antwortete wieder nicht sofort.
„Ich brauche technisch genaue Angaben zu jedem der Schiffe. Sowie eine kurze Zusammenfassung des Zustandes von Schiff und Mannschaft. Um die Versorgung wird ich in kürze mein Logistigstab kümmern.“ glücklicherweise waren genug Versorgungsgüter auf Bothawui gelagert worden.
Nach kurzer Pause blickte er den Captain ernst an. „Schlacht von Kashyyyk, gleichzeitig Schlacht von Eriadu. Wir sollten eigentlich Wunden lecken. Für die nächsten paar Wochen sehe ich keinen Grund für größere, kraft zehrende Aktionen. Weder das Imperium noch wir können uns das leisten. Und jetzt hat das Flooten Oberkommando die letzten frischen Reserven der Republik zusammen gekratzt und die Taskforce in Alarmbereitschaft versetzt. Zählen sie eins und eins zusammen, Captain! Irgendetwas ist in Planung und ich habe keine Ahnung was da los ist. Es gibt keinen militärisch vertretbaren Grund, jetzt sofort eine Offensive zu starten. Ich sehe keinen!“ Obwohl der letzte Satz eine Aussage war, kam Knox ein fragender Blick entgegen. Als wollte er fragen ob Knox anderer Meinung sei.
Einige Sekunden herrschte Ruhe. Valorn konnte bereits an der Mimik seines gegenüber erkennen, dass er gerade antworten wollte, als plötzlich eine Eilbotschaft einging. Diese wurde direkt auf den Hauptprojektor übertragen. Vor ihnen stand Commodore Atives Juun dessen Hand sich durchs deutlich gestresste Gesicht für, um dann die Haare zur Seite zur streichen. Eine Stimme im Hintergrund machte den erfahrenen Captain darauf aufmerksam das er bereits übertragen wurde. Etwas erschrocken blickte Juun umher bis er Rear-Admiral Valorn fand in der Menge. „Sir“ sogar den Salut hatte er vergessen, doch angesichts der Nachricht hatte Corrus Verständnis. „Wir haben Befehl vom Oberkommando genau um 2300 mit allen verfügbaren Schiffen nach Kamino zu springen.“

Für einen Moment fiel Valorn aus seiner Militärischen Maske und gab einfach nur ein ungläubiges „Was?“ von sich. „mit vollem Hyperraumschub müssten wir in 8 Minuten aufbrechen.“ „schicken sie mir alles was sie wissen! Hier her“ die Anspannung konnte man in der Stimme vernehmen. „jawohl Herr Admiral“ die Projektion von Juun verschwand und
in Sekundenbruchteilen baute sich der Planet Kamino vor ihnen auf. Mit einem Schlachtplan der offensichtlich vom Oberkommando stammte und mit neustem Geheimdienstmaterial gefüttert war.
Darauf zu erkennen war ein Ablenkungs- und Deckungsmanöver, dass offensichtlich dazu diente einer anderen Flottengruppe den geordneten Rückzug zu ermöglichen. Diese Flottengruppe war nur mit einer Kennnummer versehen. Keine Daten über Größe oder Zustand. Anscheinend sollten beide Flottengruppen gleichzeitig das System erreichen. Die mit Nummer versehene Flotte sollte einen Art Blitzangriff führen, die Taskforce aufräumen was übrig blieb. „Sir,“ meldete sich Juun der anscheinend immer noch zugeschaltet war. „wissen sie um welche Flotte es sich dort handelt?“ Juun hatte das Problem erkannt. Der Erfolg dieser Mission hing davon ab wie stark diese unbekannte republikanische Flotte ausfiel. Sollte es sich für sie wirklich nur um Reste Beseitigung handeln, wie der Plan den anschien hatte, wäre es eine hervorragende Möglichkeit für Valorn seine Verstärkung in einem relativ einfachen Einsatz in Aktion zu erleben und sich untereinander vertraut zu machen. Doch etwas gefiel dem Admiral nicht. Warum wurde ihnen nichts über ihre Partnerflotte mitgeteilt? "keinen Schimmer"
Corrus blickte auf seinen Chronometer. 5 Minuten waren noch Zeit. „Captain Knox, jetzt haben sie die Möglichkeit ihre Versprechen wahr zu machen. Bereiten sie ihr Schiff vor, ich werde die anderen Schiffe der Verstärkung unter meinen Commodores aufteilen, sie behalten die 4 Mk. II und genauso viele Corvetten zum Eigenschutz ihres Schiffes. Viel Glück! Wir werden es brauchen.“ ein letzter Blick galt dem Schlachtplan, der noch auf dem Holo ruhte und vor allem der bezifferten unbekannte Flottengruppe. Mit dem ankommen der Fähre auf der Courageous sprang die Flottengruppe Richtung Kamino, mit allen Verfügbaren Schiffen.
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#14
(Bitte Entschuldige diese lange Pause, aber meiner Freizeit wurde in letzter Zeit stark reduziert, ich hoffe das bessert sich bis nächste Woche so dass ich wieder regulärer posten kann :/ )


Was war denn nun los? Die Schiffsgruppe war nichtmal 30 Minuten im Orbit und schon wurde der Kampfbefehl erteilt? Die Schiffe noch nichtmal auf den Rest der Flotte abgestimmt, die Commodore und anderen neuen Befehlshaber noch nicht vertraut mit ihren neuen Untergebenen, die gesamte Rapid Response Task Force war noch mit Reparaturen beschäftigt und die Verstärkung war auf eine Kennenlernphase eingestellt, und nun dieser Befehl des Oberkommandos? Romer wusste nicht ganz was er davon halten sollte. Nichtsdestotrotz musste er ihn natürlich annehmen und ausführen, mehr blieb ihm und dem Rest seiner Mannschaft nicht übrig. Doch das angegebene Ziel beschäftige ihn noch ein paar Momente. Kamino... Der Klon-Planet. Warum ausgerechnet dieses Ziel und warum zu diesem Zeitpunkt? Das Oberkommando musste sich doch darüber im klaren sein in welchem Zustand sich die Flotte befand, warum würden sie dann diese Befehle erteilen? Genau das was Knox vor nichtmal 5 Minuten besprochen hatten war eingetretten. Das Oberkommando gab Befehle und das Fußvolk folgte diesen.

Kurz bevor Commodore Juuns Nachricht die Valkyrie ereicht hatte, wurde Captain Knox von Admiral Valorn zu einer Denkaufgabe gezwungen. Wie er so über die Worte seines Vorgesetzten nachdachte wurde ihm langsam der Gedankenstrang des Flottenkommandos klar. Nein, es war wahrlich nicht nötig auf einmal 50 Verstärkungsschiffe zu einer, sich in Reperatur befindlichen, Flotte zu entsenden, vor allem da die Republikanischen Streitkräfte zurzeit sowieso sehr dünn auf die Galaxie verteilt waren. Wenn nicht jetzt, nach einem wichtigen und verlustreichen Sieg, wann dann war der Zeitpunkt gekommen sich eine kurze, allerdings wichtige und verdiente Verschnaufpause zu gönnen? Eriadu, Kashyyk und nun Kamino? Was wäre wenn diese Mission ähnliche Folgen mit sich trug wie die Vorhergehende? Was dann? Wie würde man damit umgehen können? Mit welchen Schiffen und welchen Truppen würde man kompensieren können? So in Gedanken versunken versuchte er dennoch dem Verbalenaustausch seines Vorgesetzten zu folgen. Er teilte die Meinung seines Vorgesetzten. Es gab keinen Grund die Offensive beizubehalten, wenn man selbst kaum in der Lage war seine Schiffe wieder in Gang zu bringen.

Der Schlachtplan der den Brückenoffizieren vorgelegt wurde warf nur noch weitere Fragen auf. Eine ihm unbekannte, und anscheinend auch dem Admiral nicht geläufige, nur durch eine Nummer identifizierte Flotte sollte anscheinend Zeitgleich mit der Task Force bei Kamino ankommen. Ein Ablenkungs-Manöver also, dachte sich der junge Kapitän als er das Hologramm studierte. Ein Schneller Angriff um der anderen Flotte die Rückzugsmöglichkeit zu geben. Schnell war hier wohl im Fokus. Genau 2300 war vorgeschrieben. In 6 Min sollte der geplante Hypersrpung stattfinden, alles ging recht flott. Dafür stand wohl das Rapid. Romer erlaubte sich diesen kleinen, schlechten Scherz, behielt ihn allerdings für sich und wahrte seine ernste Miene. Dies war keine Zeit für Späße. Captain Konx hörte dem Admiral sorgfältig zu als dieser seine kurzen, dennoch genauen Befehle austeilte und gab danach seinen obligatorischen Salut. "Zu Befehl, Herr Admiral!" Mit der Geschwindigkeit die es dem körperlich eingeschränktem Bothaner möglich war verabschiedete er sich von der Brücke und machte seinen Weg zurück zu seinem Schiff. "Asoron, du hast die Befehle gehört leite sie an den Rest des Schiffe weiter, Hyperraumsprung in 5 Minuten, die jeweiligen Schiffe sollten von den ihnen zugewiesenen Commodoren kontaktiert werden." "Aye, Captain." Kam die schnelle Antwort als der Commander begann auf die Informationen mit dem Rest der Flotte zu teilen. Der Kapitän begann währenddessen eine Durchsage auf allen Decks zu halten. "Alle Mann auf ihre Stationen, wir werden in kürze den Hyperraumsprung nach Kaminno durchführen, dort erwartet uns Feindkontakt, ihr wisst alle damit umzugehen, ich habe volles Vertrauen in euch und wie immer, Viel Glück." Diese Ansprache war den Mitgliedern seiner Mannschaft mittlerweile sehr bekannt und variierte nur noch minimal. Es waren beinahe immer die selben ermutigenden Worte, bis auf das Ziel welches sie zwangsläufig änderte. "Leftenant Assani, wir haben einen engen Zeitplan, also los." gab der Kapitän den Befehl. Auch hier folgte das gewohnte "Aye, Captain." Und die Flotte verschwand zwischen den Sternen.
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#15
Rearadmiral Corrus Valorn an Bord der Bulwark I „Courageous“

Mit dem Eintreffen der Kampfgruppe Valorn stand bereits eine ganze Flottille an Unterstützungsschiffen bereit. Kaum waren die ersten Schiffe aus Dreytilas Abteilung eingetroffen begaben sich Flottenlazarettschiffe längsseits der NRS Tiems. Andere Schiffe benötigten auch den Einsatz von Schleppern und Brandbekämpfern. Wie sanfte Riesen schienen sich die Schiffe umeinander zu kümmern. Es wirkte fast harmonisch, würde man nicht wissen was innerhalb dieser Schiffe für unmenschliche Umstände herrschten. Zuletzt traf die NRS Courageous Breitseite an Breitseite mit der NRS Renown im Orbit von Bothawui ein.
Von dem Rammstoß schwer gezeichnet, gab sie mit ihren Mannsbreiten Furchen im massiven Panzerstahl und einem verrußten Flecken von Fregattengröße ein eindrucksvolles Bild ab. Schwarze stellen über den kompletten Rumpf verteilt, 2 verlorene Triebwerke, gesprungen Brückenfenster und einige geringere Löcher im Rumpf rundeten das Bild eines Boxers ab, nach technischem KO in der zwölften Runde. Wenn man dieses Schiff sah, wollte man sich keine Vorstellung machen von dem Schlachtengewitter, dass es durchlebt hat.
Auf persönliches Geheiß von Rearadmiral Valorn wurden aber nur die gröbsten Schäden behoben. Es sollte so wie es gerade ist bleiben, zumindest für kurze Zeit.

Während sich der erste Offizier Arvis Daklan um logistische belange kümmerte und geschäftig auf der Brücke umher huschte, verschwanden Valorn mit dem Captain der NRS Courageous Commodore Atives Juun in Richtung Hangar.
Man konnte von Glück reden, dass man die Fähren nicht bei Kamino eingesetzt hatte. Denn so ziemlich alles was bei Kamino nicht im Hangar geblieben ist, war nun schrottreif. Im vorbeigehen entdeckte Valorn einen T-65 mit gerade noch zwei verbliebenen Flügeln. Und auch die sahen nicht gerade unbeschädigt aus. Corrus überlegte für einen Moment wie der Pilot damit heil zurück gekommen war, konnte es sich aber tatsächlich nicht vorstellen. Im vorbeigehen informierte ihn sein Luftwaffenkoordinator Leutnant Commander Lapaz über einen RZ-1 Piloten der 15 Treffer bekommen hatte und die Maschine zurück aufs Schiff brachte.
Mit Notstrom, einem halben Triebwerk, ohne lebenserhaltende Systeme oder Repulsoren. Valorn schüttelte dem Mann kurz die Hand und lobte ihn für seine Flugkünste. Der Pilot hatte keinen Kratzer abbekommen. Ein unglaubliches Glück.
Die meisten hatten nicht ansatzweise so viel Glück. Zwischen Mechanikern und Piloten sah man fast ebenso viele Verwundete und Sanitäter. Aber auch Leichentücher.
Und es war Öl auf das Feuer der Wut dass in ihm brannte. Und jemand würde diese Hitze bald zu spüren bekommen. Seine Männer und Frauen sind gestorben für die fahrlässigen Handlungen, ja Unfähigkeit von jemand anderem.
Er hatte alles vorbereitet, Juun würde Knox abholen. Er selbst würde Commodore Viado Fias an Bord der Courageous schaffen. Dieser war mit dem kampfunfähigen Teil der Flotte auf Bothawui geblieben und hatte die Reparaturen überwacht. Außerdem hatte er ihn angewiesen Hintergrundinformationen zu beschaffen, zu der Kaminoschlacht und diesem Schlachtkreuzer. Nun Brauchte Corrus den Nautolaner um sich auf den neusten Stand zu bringen.
Am liebsten hätte er sich selbst um den anderen Nautolaner gekümmert. Doch Juun hatte sich direkt gemeldet für diesen Job. Corrus war ihm dankbar dafür. Captain Knox hatte ohne zweifel Fehler gemacht, doch war er nicht der passende Adressat für den Emotionsstau den Corrus angehäuft hatte. Trotzdem wollte er ihn dabei haben. Er würde eine wichtige Rolle spielen.


Commodore Atives Juun an Bord der Fähre „Foxtrot 6“

Ein letzter Blick über seine Uniform. Sitzt. Im Gegensatz zu seinem Vorgesetzten achtete Atives etwas mehr auf das korrekte Auftreten. Korektheit war auch einer der gründe warum er sich bei dieser Angelegenheit vorgeschoben hatte. Der Admiral war der Meinung Captain Knox hätte einen Fehler gemacht. Junns Auffassung differierte. Er war der Überzeugung das es Knox es aufgrund mangelnder Kenntnis über die Rapid Response Task Force nicht besser konnte. Und das war nicht die Schuld von Knox, sondern den Umständen geschuldet.
Ein Blick auf den Crono verriet im, dass sie in wenigen Sekunden landen würden, auf der Valkyrie. Natürlich hatte er sich vorher angemeldet und erwartete nach Protokoll begrüßt zu werden. Soweit das unter den Umständen möglich war natürlich. Kurz legte er sich nochmal die Worte zurecht. Er hatte Order, Knox auf die Courageous mitzunehmen. Dort würde es ein Gespräch zwischen Knox und Valorn geben. Es war unbedingt wichtig, das Knox seinen Standpunkt ehrlich aber hart darlegte. Dann sollte er keine größeren Probleme mit Valorn bekommen.
Die typischen Geräusche kündeten vom Landungsvorgang und die Rampe öffnete sich.

Rearadmiral Corrus Valorn an Bord der Bulwark I „Courageous“

Einige Standartminuten später saß Valorn bereits mit Commodore Fias an einem Tisch in der Admiralsmesse. Trotz der Standardmäßigen Holzvertäfelung und einigen Erinnerungsstücken wie einem Bogenspanner der auf Corrus Körpergröße zugeschnitten war, wirkte der Raum recht spartanisch. Sie hatte sich über die wichtigsten Details der Flotteninstandsetzung bereits ausgetauscht. Und auch sonst verlief die kurze Besprechung äußerst aufschlussreich. Mit der Meldung über Knox´eintreffen verließ Fias den Raum. Die beiden Nautolaner begegneten sich kurz auf dem Gang. Beim kurzen Augenkontakt mit Knox, bekam dieser einen abschätzigen Blick von Fias ab.

Mit dem Eintreffen setzte sich die NRS Courageous neuen Kurs. Mit schwerem Geleitschutz, die treuesten der Einsatzfähigen,. Es ging nach Naboo. Ungefragt und nicht autorisiert. Aber das war nicht von belang. Es ging darum zu zeigen, dass man nicht alles mit ihm anstellen konnte. Außerdem hatte er eine kurze Depesche an Borsk Fey´lya verfasst und ging davon aus, dass dies ausreichend war.
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#16
Die Schiffsgruppe Knox traf einige Minuten vor dem Admiral ein und Romer hatte kurz Zeit sich den Schadensbericht zu Gemüte zu führen. Es sah nicht gut aus. Beinahe alle Schiffe des kleinen Verbands hatten größere, zeitaufwändige Termine in den Werften vor sich. Die Valkyrie selbst war in überraschend guter Verfassung, im Vergleich mit den restlichen Schiffen. Die Besatzung des MC-80 jedoch hatte einige Verluste erleiden müssen. Die meisten der Bomber-Piloten waren nicht zurückgekehrt und ein Großteil der Jäger hatte es nicht mehr in den Hangar geschafft. Als Knox so den Bericht überflog kam eine Meldung von Leftenant Assani. "Captain, der Admiral ist eingetroffen und verlangt Sie auf der Courageous zu sprechen." Sir Romer war nicht überrascht. Er hatte anders gehandelt als der Rearadmiral es befohlen hatte, jedoch hatte er das Missionsziel erreicht und die Befehle des Oberkommandos ausgeführt. "Das hatte ich fast erwartet, danke Assani!" antwortete Knox. "Sir, Commodore Juun hat Befehl sie mit einem Shuttle zum Flaggschiff befördern und sollte in einigen Minuten eintreffen." "Gut, sagen sie Leftenant Bartels bescheid er soll mich im Hangar treffen!" "Aye, Sir!" kam die schnelle Antwort. Zum zweiten mal heute würden sie also einen Gast an Board der Valkyrie willkommen heißen müssen. Mit den Worten "Sie haben das Schiff, Commander Reach!" verabschiedete sich Knox von der Brücke.

Leftenant Terian Bartels hatte die Schlacht mehr oder weniger unbeschadet überstanden und stand zusammen mit einem sehr kleinen Sicherheitstrupp im Hangar bereit als Romer eintraf. Diesmal war die Stimmung bei weitem weniger locker und der Smalltalk beschränkte sich auf ein Minimum. Commodore Juun traf ein und wurde kurz, jedoch angemessen willkommen geheißen bevor Senior Captain Knox sich auf das Shuttle begab und sich in Richtung Courageous aufmachte. Der Flug war kurz und auch hier waren Gespräche eher Mangelwahre. Das Flaggschiff selbst war in einem schlechteren Zustand als die Valkyrie und Romer fragte sich warum hier anscheinend keine Reparaturdienste vorgenommen wurden, doch bevor er den Commodore darauf ansprechen konnte landete das Shuttle in dem, anscheinend in ein Lazarett umgewandelten Hangar. Mit schnellen Schritten machte sich Knox auf den Weg zu Valorn. Als er so den Korridor entlang ging bemerkte er zwei Dinge. Erstens, das dass Schiff sich eindeutig in Bewegung befand, zweitens die feindlichen Blicke die er von der Crew auf sich zog. Am auffälligsten war vermutlich der missbilligende Blick eines Romer noch unbekannten Nautolanischen Offiziers. Doch nach dieser Miniversion eines Spießrutenlaufs war Knox vor der Admiralsmesse angekommen. Zweimal tief Luft geholt, sich im klaren darüber das er richtig gehandelt hatte, und ein kurzes Klopfen an der Tür später trat Romer ein. "Senior Captain Sir Romer Knox, sie wollten mich sprechen Herr Admiral?"
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#17
Rearadmiral Corrus Valorn an Bord der Bulwark I „Courageous“

„Setzen sie sich, Captain“ Valorns Hand deutete auf den Sessel im gegenüber, danach griff die Hand einen Stift und ließ jenen durch die Finger wandern. Die Atmosphäre hatte den Charakter eines Verhörs. Für einige gespannte Sekunden herrschte Stille.
„Als ich noch ein einfacher Captain war,“setzte Corrus ungewöhnlich ruhig an „zog mein Vorgesetzter, ein Viceadmiral mit dem Namen Ru´elys, einen anderen Captain dieses Kampfverbands für Befehlsverweigerung zur Rechenschaft. Ru´elys trat vor ihn, riss ihm die Abzeichen von den Schultern und gab ihm ohne ein Wort zu sprechen, die Insignien eines Kommunikator im Rang eines Kadett. Er ließ ihn ein halbes Jahr auf seiner Brücke dienen. Dann bekam er seine alte Stellung als Captain zurück.“ der Admiral ließ die Geschichte einige Sekunden sacken. „Er missachtete nie wieder einen Befehl.“ beendete Valorn die Geschichte mit leichtem Grinsen.
Man durfte sie durchaus als Drohung verstehen. In der bothanischen Flotte wurde das Thema Befehlsverweigerung weit härter bestraft, als im Rest der republikanischen Streitkräfte. Das hing vielleicht auch mit der längeren Tradition der bothanischen Flotte zusammen, dem unterschiedlichen Ursprung. Allerdings gab es etwas, dass die bothaner noch mehr störte als ungehorsam: schlechte Vorbereitung.
„Unter den gegebenen Umständen, die zu ihrer Entscheidung führten, sehe ich von jeglicher Bestrafung ab. Dieser Einsatz hätte überhaupt nicht zu Stande kommen dürfen und schon gar nicht mit zusammengewürfelten Einheiten die noch nicht miteinander gekämpft haben.“ Corrus spürte wie er unwillentlich den Druck auf den Stift erhöht hatte und dieser nun deutliche Geräusche von sich gab. Er legte ihn beiseite, bevor er brach. „diese Konstellation zusammen mit dem überhasteten Befehl und der Inkompetenz sowie Fehlhandeln dieses Subjugator Captain, Narson führte zum verehrenden Ausgang. Stimmen sie mir zu?“ beim letzten Satz fixierten die katzenartigen, stahlgrauen Augen den Nautolaner scharf.
Corrus wusste, dass Knox nicht viel andere Möglichkeit hatte als zuzustimmen. Egal ob er der Meinung war oder nicht. „ich konnte in Erfahrung bringen, dass dieser Subjugator sich im Besitz der Firma Forerunner Fleet Engineering befindet. Anscheinend zu Testzwecken hat man ihn nach Kamino geschickt. Die Besatzung stand auf der Gehaltsliste von Forerunner. Es ist für mich ein untragbarer Zustand, dass sich Firmen ins Kampfgeschehen einmischen. Noch dazu, ohne den Stab zu informieren.“ legte Corrus mit verächtlichem schnauben dar. „wir führen einen Kampf um Freiheit! Nicht um Geld und Macht. Eine Firma darf nicht Teil des aktiven Kampfes werden. Wir haben in den Klonkriegen gesehen wie das endet.“
Valorn erhob sich und schritt an eines der wenigen Schränke im Raum. Öffnete es und holte aus dem sauber verstauten inneren zwei Gläser und eine Flasche mit milchiger Flüssigkeit. Am Tisch füllte er die Gläser, so dass die Flüssigkeit nur den Boden bedeckte. anschließend schob er eines der Gläser zu Knox herüber. Auf der Flasche lies sich am Etikett erkennen, dass es sich um eine bothanische Spezialität handeln musste. Es sonderte einen Geruch von gereiftem Käse ab und schmeckte süßlicher als es roch. Offensichtlich war es alkoholisch. Es brannte leicht auf der Zunge, fühlte sich aber angenehm an. „man trink es langsam“ wies Valorn den Nautolaner an, der das Getränk scheinbar das erste mal in den Händen hielt. Nur in kleinen Mengen war es wohlschmeckend, ein großer Schluck führte durchaus zu Brechreiz.
„wir setzen gerade Kurs auf Naboo“ führte Valorn das Gespräch weiter, während Knox das Getränk testete. „ich will mich mit einigen Persönlichkeiten zu diesem Vorfall beraten und hätte sie gerne mit dabei.“ eröffnete Valorn. Die ganze Wahrheit war es allerdings nicht. Viel mehr war es die Situation, die er sich schon lang erhofft hatte. Wie auch sein alter bekannter Borsk. Corrus wusste, dass das Ratsmitglied diese Situation beim Schopf zu packen wusste. Und Knox konnte sie dabei unterstützen.
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#18
Romer hatte sich mehr erwartet. Mehr Schreierei, mehr Drohungen, mehr Vorwürfe und vor allem mehr Anschuldigungen. Zwar war er der Meinung richtig gehandelt zu haben doch er konnte sich gut vorstellen das der Admiral anders dachte. Ein klare Drohung blieb aus, lediglich eine Anekdote des Rear-Admirals welche man vielleicht als solche deuten könnte bekam Romer zu hören. In den anderen Punkten gab der Senior Captain seinem Vorgesetzten jedoch recht. Dieser Einsatz war eine absolute Frechheit gewesen und ein weiteres Zeichen für den mangelnden Respekt der den Militäras seitens der Politiker und Unternehmer entgegen gebracht wurde. Leben und Schiffe hatte die Aktion gekostet, doch darüber wollte man im Oberkommando natürlich nichts wissen. "Kriegsopfer" war ein Wort welches für Romers Geschmack viel zu oft und viel zu leichtfertig in den Raum geworfen wurde. "Soll der Tag an dem Politiker ihre eigenen Kriege kämpfen..." dachte der Nautolaner während er dem Admiral lauschte welcher gerade über die sogenannte "Forerunner Fleet Engineering" Firma redete die dem Anschein nach hinter der Operation steckte. Aus dem Tonfall seines Vorgesetzten konnte er erkennen das der Bothaner seine Einstellung über das ständige Einmischen von Firmen ins Kriegsgeschehen teilte.

Nickend und abwechselnd "mhm" und "Ja, Sir" murmelnd saß Romer an dem Admiral gegenüber und hörte aufmerksam zu, bis Valorn sich umdrehte und aus einem der hellen Schränke eine Flasche und zwei Gläser entnahm welche er dann auf den Tisch stellte. Eine weiße, milchige Flüssigkeit füllte den Innenraum der Flasche aus und der Admiral schenkte vorsichtig ein paar Tropfen in jedes Glas, sodass nur der Boden bedeckt war. Romer war kein Trinker und hatte auch absolut keinen Schimmer was Valorn ihm da gerade vorsetzten wollte. Ein Geruch von Käse und Alkohol stieg im in die Nase und vorsichtig umgriff er das Glas welches der Bothaner ihm reichte. Auf die Anweisung des Admirals hin führte Knox das Glas langsam zu den Lippen und nahm einen winzigen Schluck. Das Getränk war merkwürdig und unerwartet süß, doch zu den lieblings Erfrischungen des Captains würde es vermutlich trozdem nicht zählen. Er setzte wieder ab und lies sich seine Überraschung über den nächsten Schritt seines Vorgesetzten nicht anmerken.
Hatte er gerade Richtig gehört? Naboo? Der Admiral wollte sich wohl ein paar Feinde innerhalb der Regierungskreise machen. Welche Rolle Romer dabei spielen sollte war ihm noch nicht ganz klar, doch laut Valorn war seine Anwesenheit erwünscht. Er spürte das leichte beben des Raumschiffes als es vom Normalraum in den Hyperraum sprang, auf dem Weg zur Hauptstadt der Neuen Republik.
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