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Die Kopfgeldjägergilde

Es ist egal, woher du kommst oder was für eine Art von Leben du geführt hast, ich weiß bereits einige Dinge über dich. So gut wie du auch mit einer Waffe oder einem Fahrzeug umgehen kannst, du bist bestrebt deine Fähigkeiten zu verbessern. Du wirst ruhelos, wenn du zu lange auf einer Welt bleibst. Du kennst viele Gesetze zahlreicher Sternensysteme, aber du hast kein Interesse daran dieses Wissen im Gerichtssaal anzuwenden. Du bist von Natur aus neugierig, aber besitzt ein vorsichtiges Misstrauen gegenüber den meisten intelligenten Lebensformen. Sofern es die Zeit zulässt, würdest du kein Gebäude betreten, bevor du nicht heimlich jeden Ausgang unter die Lupe genommen hast. Du bist nicht abgeneigt zu kämpfen, um zu bekommen, was du benötigst. Du hast wenig Respekt vor denjenigen, die sich nicht selbst verteidigen können, aber du respektierst ihren ökonomischen Wert, wenn sie zu einem Kopfgeldthema werden. Du verspürst Befriedigung, wenn du Dinge richtig machst. Du bist stolz auf die Art und Weise, wie du dein Geld verdienst.

Woher weiß ich all diese Dinge? Weil wir ähnlich denken. Unsere Berufung verbindet und als Waffenbrüder.

Wir Kopfgeldjäger wertschätzen Informationen und technisches Knowhow. Und egal wie asozial du dich für gewöhnlich fühlst, du weißt, dass es Nachteile gibt, wenn man völlig alleine arbeitet. Du brauchst Verbindungen. Um am Leben zu bleiben und den Job erledigt zu bekommen, benötigst du manchmal Unterstützung und Verbündete, die dir den Rücken freihalten. In anderen Worten, du brauchst die Kopfgeldjägergilde und die Gilde braucht dich.




Die Grundlagen

Unzähligen Holo-Thriller zum Dank ist die beliebte Meinung über Kopfgeldjäger die, dass wir kalte, kalkulierende Individuen sind, welche den Wert einer Person an dem Preis auf ihren Kopf messen. Die meisten Zivilisten, und viele Regierungsbeamte, betrachten uns als schießfreudige Opportunisten. Sie sind sogar dafür bekannt uns als Abschaum zu bezeichnen. Wir kennen die Wahrheit darüber, wer wir sind und was wir tun.


Was Kopfgeldjäger tun
Wir haben den härtesten Job in der Galaxis. Wir verfolgen die gefährlichsten Kriminellen und Mörder, nachdem andere versagt haben und kein anderer sich traut. Wenige Personen erkennen, dass unser Job ein notwendiger ist, ein Job den 'jemand' tun muss. Während Andere zurückschrecken und in Schwachheit und Unentschiedenheit jammern, sind wir diejenigen, welche die Dinge zu Ende bringen.

Aber jeder Kopfgeldjäger muss irgendwann einmal anfangen und ich verstehe, dass du neu bist und noch nicht alles weißt, also erkläre ich dir jetzt, wie das Ganze abläuft. Irgendjemand begeht ein Verbrechen. Das Imperium, die Republik, eine örtliche Regierung, ein Unternehmen oder eine Privatperson gibt eine Anzeige an die Kopfgeldjägergilde heraus und bietet eine Belohnung für die Gefangennahme oder Exekution des Kriminellen. Die Entität, welche die Benachrichtigung herausgegeben hat, wird als Urheber bezeichnet. Der Kriminelle, der das Subjekt der Anzeige ist, wird als Akquise bezeichnet. Die Belohnung ist selbstverständlich das Kopfgeld.

Der Urheber veröffentlicht für gewöhnlich eine Kopfgeldanzeige, weil die örtliche oder regionale Strafverfolgung entweder unfähig oder unwillig ist die Herausforderung selbst anzugehen. Nachdem die Anzeige im Büro der Kopfgeldjägergilde eingegangen ist, entscheidet ein Gildenauftragsgeber, welcher Jäger die Zielperson aufspüren und ergreifen soll. Die Jäger können eine Zuteilung nicht ablehnen.

Der Jäger muss die Zielperson gefangennehmen oder deren Überreste oder andere Beweise des Todes der Zielperson und an eine bestimmte Person, Unternehmen oder Örtlichkeit abliefern, bekannt als der Empfänger. Das Kopfgeld wird gewöhnlich in Credits bezahlt. Entweder bar oder als Direkttransfer an die Kopfgeldjägergilde. Klingt doch einfach, oder? Aber sind wir doch mal ehrlich. Wäre der Job wirklich so einfach, könnte ihn jeder machen. Aber du bist nicht einfach nur irgendwer, du bist ein Mitglied der Gilde.


Missverständnisse über Kopfgeldjäger
Jetzt, wo wir die Grundlagen des Jobs abgedeckt haben, lass uns mal ein paar Missverständnisse darüber, was wir für unser Überleben tun, aus der Welt schaffen.
  • Töten Kopfgeldjäger für Geld?
    Ja, aber nicht willkürlich und nicht bloß zum persönlichen Nutzen. Mitglieder der Gilde akzeptieren Belohnungen für das Töten von Kriminellen, aber auch nur wenn eine gesetzliche Kopfgeldanzeige den Tod der Zielperson erfordert.

  • Sind Kopfgeldjäger Mörder?
    Nein. Mörder töten rechtswidrig.

  • Sind Kopfgeldjäger Attentäter?
    Nein. Attentäter zielen gewöhnlich auf spezifische Individuen aus politischen oder religiösen Gründen und profitieren nicht notwendigerweise von der Ermordung. Viele der so genannten Attentäter haben keine Hemmungen Geld für die Ermordung unschuldiger Personen anzunehmen.

  • Töten Kopfgeldjäger unschuldige Personen?
    Niemals vorsätzlich und nicht ohne Konsequenzen. Mitglieder der Gilde unternehmen jeden Aufwand die Sicherheit von unschuldigen Lebensformen zu gewährlisten und Kollateralschaden zu vermeiden. Wenn ein Unfall passiert, arbeitet die Gilde mit den zuständigen Behörden zusammen und entschädigt im Anschluss gegebenenfalls Unschuldige und ihre Verwandten für speziellen Verlust, Schaden, Krankheit und Tod. Die Gilde ist in dem Geschäft, um Kriminelle zu stoppen, nicht Unschuldige zu verletzen. Die Gilde ist jedoch nicht verantwortlich für Verletzungen, Tode oder Schaden, die während der Jagd durch die Zielperson selbst verursacht wurden.

  • Gilt das Gesetz für Kopfgeldjäger?
    Ja. Noch einmal, Kopfgeldjäger sind Gesetzesvollstrecker und von Gildenjäger wird erwartet, dass sie das Gesetz erfüllen und sich daran halten, ebenso wie an die Gesetze der Gilde. Harte Geldstrafen, Gefängnis, Zwangsarbeitslager und Tod befinden sich unter den Strafmaßnahmen für einen Kopfgeldjäger, der das Gesetz gebrochen hat.

  • Sind Kopfgeldjäger Söldner?
    Absolut nicht. Söldner sind freischaffende Soldaten, welche von fremden Armeen angeheuert werden, um ihnen zu dienen. Kopfgeldjäger haben keine besonders hohe Meinung von jemandem, dessen Loyalität kaufbar ist.

  • Liegen Kopfgeldjäger miteinander im Wettstreit?
    Nicht wenn sie Mitglied dieser Gilde oder einer anderen Gilde sind. Weil Gildenauftragsgeber den Gildenjägern bestimmte Kopfgelder zuweisen, kreuzen sich sich die Wege von Kopfgeldjägern nur selten, aber wenn es passiert, dann sollen sie einander als Verbündete respektieren. Falls ein Nicht-Gildenjäger der Meinung ist, sich in eine autorisierte Gildenjagd einzumischen, dann wird die Gilde dafür Sorge tragen, dass das nie wieder vorkommt.

  • Arbeiten Kopfgeldjäger auch selbstständig?
    Jäger der Gilde dürfen sich um jedes lautere Kopfgeld bemühen, solange die Gilde an erster Stelle steht und einen Anteil an den Einkünften aus unabhängiger Arbeit erhält. Doch denke daran, dass 'selbstständig' zu sein kein schlechtes Verhalten entschuldigt. Du bist kein Auftragskiller, sondern ein Kopfgeldjäger, ein lizensierter Gesetzesvollstrecker - lass dir nichts anderes weismachen! Du bist kein Lohnsklave und nicht käuflich. Verstanden? Gut.




Das Kopfgeldjägerkredo

Alle Kopfgeldjäger kennen das Kredo und die wahren folgen ihm tatsächlich. Verstoße egal wann gegen das Kredo und du wirst nicht mehr lange einer von uns sein. Die sechs Grundsätze des Kredos sind es, was uns Kopfgeldjäger von Leibwächter, Söldner und Schläger unterscheidet.

Der erste Grundsatz: Personen haben kein Kopfgeld, nur Ziele haben ein Kopfgeld.
Überlege – Sobald eine Person einen Preis auf seinen Kopf ausgesetzt bekommt, ist sie nicht länger eine Person. Sie ist eine Akquise. Sie ist feste Handelsware. Das ist es, was die moralischen Kreuzritter nicht über Jäger verstehen. Wir sind nicht die Bösewichte und wir schreiben das Kopfgeld nicht aus. Das Ziel hat die schlimmen Dinge getan. Du bist weder der Richter des Ziels noch sein Gewissen oder seine Mutter. Du bist ein Agent der Gerechtigkeit welcher ihn für das, was er getan hat, einfahren lässt.



Der zweite Grundsatz: Gefangennahme nach Plan, töten bei Notwendigkeit.
Suchposter sagen oft 'Tot oder Lebendig' und manchmal sagen sie einfach nur tot. Daher kannst du töten, wenn der Job dir diese Freiheit lässt. Aber wenn du außerhalb dieser Parameter tötest, dann bist du einfach nur ein Attentäter.

Nun, manchmal verwandeln sich Gefangennahmen in eine Tötung. Schießereien enden böse oder die Beschaffung zieht Selbstmord einem Huttengefängis vor. Dies sind schlechte Ausgänge und sie sind etwas, das du immer vermeiden solltest. Sie lassen dich scheiße aussehen und das lässt uns scheiße aussehen.


Der dritte Grundsatz: Kein Jäger soll einen anderen Jäger töten.
Wenn das Kredo das Ziel von Kopfgeld auf das Niveau von Handelsware senkt, erhöht es den Status von Kopfgeldjäger auf Professionelle. Du versuchst nicht eine Akzession zu töten, solange es nicht Teil des Jobs ist. Du darfst keinen Jäger töten, egal was auch immer.

Die Jagd ist ein konkurrierendes Geschäft, daher muss es immer und immer wieder gesagt werden. Hör zu. Es mag Dutzende von unabhängigen Jägern geben, die an demselben Auftrag arbeiten wie du. Einen von ihnen mit einem Schuss auf den Helm zum Schweigen zu bringen würde es für dich einfacher machen das Kopfgeld sauber und ungehindert einzusacken. Aber du wirst es nicht tun. Warum? Selbst ein schäbiger Jäger ist noch immer ein Jäger.

Auf der anderen Seite. Ein Jäger, welcher aus unserer Gemeinschaft durch einen Beschluss geworfen wurde, ist nicht länger ein Jäger. Das heißt – auf sie ist Jagdzeit.


Der vierte Grundsatz: Kein Jäger soll sich in die Jagd eines Anderen einmischen.
Falls du denkst, dass der dritte Grundsatz schon schwer zu schlucken war, dann wird dir dieser im Magen brennen. Aber es ist kein Geheimnis, warum er benötigt wird. Kopfgeldjagd ist eine sorgfältige Sache. Es kann Monate an Vorbereitung kosten das Versteck des Ziels zu lokalisieren. Entehre einen anderen Jäger nicht, indem du ihm in die Quere kommst. Wir haben schon genug Ärger mit den profitsaugenden Jägersaboteuren.


Der fünfte Grundsatz: Während der Jagd nimmt man entweder gefangen oder tötet. Niemals beides.
Nichts mit dem 'Getötet während versucht zu fliehen'-Mist. Auch nicht mit einem Zwinkern und dem süffisanten Grinsen wie es das Imperium so gut beherrscht. Wenn du lebend gefangen nimmst, dann liefer lebend ab. Jäger sind keine Mörder.


Der sechste Grundsatz: Kein Jäger soll einem anderen Jäger die Hilfe verweigern.
Es ist in diesem Kredo niedergeschrieben, dass ein Jäger einem Rivalen aushelfen muss, wenn er darum gebeten wird und jeder wahre Jäger wird diese Anweisung anerkennen. Niemand erwartet jedoch, dass deine Hilfsbereitschaft unbelohnt ablaufen wird. Wenn du ihm hilfst einen dicken Brocken zu fangen, dann kannst du zehn bis vierzig Prozent des Kopfgelds erwarten (je nachdem wie viel wer geleistet hat). Das macht die Dinge fair und profitabel. Gehe einfach nur sicher, dass du vor dem Takedown der Teilung zugestimmt hast.
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#2

Die Geschichte der Kopfgeldjägergilde

Lange vor der Gründung der Galaktischen Republik streiften unzählige Kopfgeldjäger durch die Galaxis und spürten ihre Akquisen auf. Obwohl viele Jäger alleine arbeiteten, formierten sich viele andere zu Allianzen. Sei es der Zusammenschluss, um eine einzige Akquise zu überwältigen oder um mit einer anderen Strafverfolgungsbehörde innerhalb eines spezifischen Gebietes auf einer anhaltenden Basis zu kooperieren. Sie kannten den Vorteil von der Stärke der Zahlen und von zuverlässiger Verstärkung.

Historische Aufzeichnungen berichten über verschiedene Verkörperungen der Kopfgeldjägergilde in den letzten 25.000 Jahren. Die früheste Aufzeichnung ist datiert auf kurz nach der Gründung der Galaktischen Republik, mit einer Gilde im Kashyyyk-System. Diese Gilde war im Wesentlichen ein gesellschaftlicher Club von trandoshanischen Jäger und ihren Söhnen. Die Trandoshaner jedoch sind stolz auf den Fakt, dass ihre Gilde die erste war. Über die Jahrhunderte hinweg formten Jäger aus anderen Systemengilden und einige dieser Gilden – die trandoshanische inbegriffen – schlossen sich zusammen und wurden zur Kopfgeldjägergilde. Wenn auch diese Gilde mehr als eine Koalition aus Verbänden agierte und weniger als eine vereinigte professionelle Organisation, beschreiben historische Darstellungen diese Gruppe an Jäger als bemerkenswert effiziente Gruppierung.

Gildenmitglieder arbeiteten gelegentlich auch an der Seite von Jedi. Diese Partnerschaft beinhaltete zahlreiche Jagden während des Großen Hyperraumkriegs. Einige entfernte Zivilisationen entwickelten dadurch die falsche Idee, dass die Kopfgeldjäger den Jedi dienten. Eine falsche Perspektive, welche die Gilde längere Zeit korrigieren musste. Die Gilde sah sich keiner signifikanten Konkurrenz gegenüber stehen, bis sie anfing, Verträge der Neimoidianer an Söldner der Gank zu verlieren. Auch wenn diese Situation eine größere Solidarität zwischen den disziplinierteren Jäger der Kopfgeldjäger erschuf, nahmen sich einige jüngere Gildenmitglieder die Gank-Söldner als Inspiration und begannen heimlich, ihre Fähigkeiten an den höchsten Bieter zu verkaufen. Schließlich boten sich viele Gildenmitglieder offen als Söldner zur Miete an und eine alarmierende Zahl verschwendete keinen Gedanken mehr an Ehre oder Würde. Zur Zeit der Mandalorianischen Kriege war die Gildenorganisation so zerschlagen und von söldnerischen Tätigkeiten kompromittiert, dass der Gildenleiter, der trandoshanische Vossk, aus lauter Abscheu zurücktrat.

Während die Gilde weiterhin in söldnerische Fraktionen zersplittert war, wurde ein unabhängiger, menschlicher Kopfgeldjäger namens Calo Nord während des Jedi-Bürgerkriegs von Bedeutung. Nach dem, was man hörte, erschien Nord als harmlos, aber er war in der Tat tödlich. Von den eigenen Eltern in die Sklaverei verkauft, war er gerade einmal ein junger Mann von 16 Jahren gewesen, als er seine Sklavenhalter tötete, dann seine Eltern aufspürte und ebenfalls tötete. Ein Kopfgeld wurde auf seinen Kopf ausgesetzt und Nord tötete jeden Jäger, der ihn aufspürte. Er wurde selbst zu einem Kopfgeldjäger und in nur wenigen Jahren war sein Name der am meisten gefürchtete im Äußeren Rand. Niemand zweifelte jemals den weitverbreiteten Glauben an, dass er mehr Personen zum Schweigen gebracht hat als die iridianische Pest. Gerüchten zufolge wurde Nord auf Tatooine getötet, aber sein Vermächtnis warf einen großen Schatten auf den Beruf der Kopfgeldjagd. Selbst Jahrhunderte später war es für die Gilde noch immer schwierig, Zivilisten davon zu überzeugen, dass nicht alle Jäger wie Calo Nord sind.

Nach der Schlacht von Ruusan, welche eine große Zahl von Jedi-Rittern und ihren Feinden, den Sith-Lords, tot zurückließ, kam es zu verschiedenen berüchtigten Konflikten zwischen Undercover-Jedi und Kopfgeldjägern in den Kolonien und dem Inneren Rand. Unglücklicherweise passierten all diese Konflikte zu einem Zeitpunkt, an welchem Jedi und Kopfgeldjäger unwissentlich denselben Kriminellen verfolgten. Im Anschluss daran schlug der Galaktische Senat vor, dass die Kopfgeldjäger dem Beispiel des Jedi-Ordens folgen sollten und einen Dachverband erschaffen sollten, um sich selbst zu organisieren und offener mit anderen Strafverfolgungsbehörden zu kommunizieren.



Viele unabhängige Jäger spotteten über die Idee, sich unter einer regierenden Institution zu organisieren, aber vier einflussreiche Clananführer erkannten schnell die praktischen Aspekte einer derartigen Vereinigung. Diese Anführer waren Thrassk von Trandosha, Teesoo von Rodia, die ausgestoßene Twi'lek Saya Ksi und Keekrim Pon von Corellia. Sie schlossen sich zusammen und verfassten das Kredo der Kopfgeldjäger und gründeten, was dann als die Neue Kopfgeldjägergilde bekannt wurde. Gemäß ihrer Visionen vereinte die Gilde Jäger unter bestimmten Regeln und Bestimmungen, förderte das Training von Lehrlingen in den Wegen der Jagd und ermutigte Jäger mit anderen zusammenzuarbeiten. Um den Senat zu besänftigten, umrissen die Autoren des Kredos auch, wie die Gilde und der Jedi-Orden zusammenarbeiten könnten, um ihre Ziele zu erreichen.

Viele unabhängige Jäger waren skeptisch, was die Chancen der Gilde auf Erfolg anging, aber ihre Einstellung änderte sich, als sie feststellten, dass Gildenmitglieder eine bevorzugte Benachrichtigung über die hochpreisigen Kopfgelder der Republik erhielten. Die Zusammenarbeit zwischen Kopfgeldjäger und Jedi war von Beginn an schwierig, da die Jedi die Kopfgeldjäger eher als Hindernis betrachteten.

Vor beinahe 900 Jahren kam es zu einer Spaltung innerhalb der Gilde, als eine Fraktion menschlicher Gildenjäger ein "Nur-für-Menschen"-Bündnis formten. Alle Mitglieder dieser Fraktion wurden in einer massiven Explosion getötet, welche die Weltraumstation über Ixtlar zerstörte, wo sie ihr erstes Meeting hatten halten wollten. Die Ursache für die Explosion konnte nie herausgefunden werden, aber anhaltende Gerüchte implizieren, dass eine Gruppe von Gildenjäger verantwortlich für die Tötung der Abtrünnigen gewesen war. Nach den Toten über Ixtlar begann die Gilde eine energische Kampagne, um Jäger verschiedener Spezies von überall in der Galaxis zu rekrutieren. Sie beworben die Gilde dann als wahrhaftig egalitäre Organisation, welche sie bis zum heutigen Tage an ist. Sogar Droiden ist es erlaubt, sich der Gilde anzuschließen.

Während des Galaktischen Bürgerkrieges war die Kopgeldjägergilde dem Imperium unterstellt und zog durchaus seinen Nutzen aus der imperialen Vorherrschaft. Der Hintergrund für diese funktionierende Zusammenarbeit war der Glaube der Kopfgeldjäger, dass der höchste Bieter die Regeln macht und das Imperium verfügte über die Mittel, hochpreisige Kopfgelder auszusetzen. Die Zusammenarbeit funktionierte bis ungefähr 1 NSY, als die Gilde durch die Manipulation des Kopfgeldjägers Boba Fett zerstört wurde.

Boba Fett verachtete die Kopfgeldjägergilde, trat ihr aber dennoch bei, allerdings nur aus dem Grund, um sie in zwei Lager aufzuspalten: die Wahre Gilde und das Gildenreformationskomitee. Die Wahre Gilde setzte sich aus den Älteren zusammen, welche die Gilde angeführt hatten, während sich das Komitee aus den jüngeren Jäger zusammensetzte, welche das Geld der Gilde verdienten. Die Manipulationen durch Boba Fett endeten in den Kopfgeldjägerkriegen, bei welchem die schwächeren Jäger zerquetscht wurden und nur noch die Starken übrig ließ, die nun vom Imperium angeworben werden konnten.

Später wurde eine neue Kopfgeldjägergilde im Layarna-System gegründet. Nach dem Kopfgeldjägerkrieg war es genau derselbe Glaube, nämlich dass der höchste Bieter die Regeln machte, was die Kopfgeldjäger zuerst in eine Zusammenarbeit mit dem Imperium gebracht hatte, welcher sie nun auch zu einer Zusammenarbeit mit den Rebellen führte.

Dieser Glaube ist es auch heute noch, dem die Mitglieder der Kopfgeldjägergilde folgen. Es geht nicht um politische Einstellung, nicht um persönliche Wertevorstellung oder Ansichten, es geht ausschließlich um das Geschäft. Ein Krimineller ist ein Krimineller und ihre Aufgabe ist es, diesen dingfest zu machen, nicht über ihn oder seine Taten zu urteilen oder zu richten.
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Vorteile einer Gildenmitgliedschaft

Es ist nichts falsch daran, ein unabhängiger Jäger zu sein. Wirklich. Wenn du Spaß daran hast, Informationen über kürzlich gepostete Kopfgelder auszugraben, Empfängern hinterher zu jagen, um das Kopfgeld einzusammeln, deine Credits zu zählen, während du ständig über deine Schulter schaust, immer wieder deine Finanzen zu überprüfen, um deine Waffen und dein Schiff instand halten zu können und deinen Ruhestand zu planen, während du gelegentlich eine Akquise verfolgst – wann immer du die Chance dazu hast –, dann jedenfalls mach weiter mit dem, was du tust.

Im Falle, dass dein Kopf so dick ist, dass du den Punkt vollkommen verpasst hast: Die meisten unabhängigen Jäger haben so viel um die Ohren, dass sie den Großteil ihrer Zeit nicht mit der Jagd verbringen. Sicher, einige unabhängige Jäger werden dir erzählen, wieviel sie sparen, wenn sie die jährliche Gildengebühr oder die Kopfgeldprovision nicht bezahlen, aber anstatt auf diese Jäger zu hören schau dir gut an, was sie vorzuzeigen haben für ihre Zeit und Anstrengungen. Siehst du ächzende Gelenke und schlechte Rücken? Narbiges Fleisch und drittklassige Prothesen? Veraltete Waffen und ein Schiff, das gerade einmal einen Sprung vom Schrottplatz entfernt ist? Ernsthaft, willst du wirklich genau so enden?

Es mag dich überraschen, aber die Gilde ist nicht im Geschäft, um nur von der Gefangennahme Krimineller zu profitieren. Die Hauptaufgabe der Gilde ist es, Gildenmitglieder in jedem Aspekt ihrer Arbeit zu unterstützen. Wenn du nicht den größten Teil deiner Zeit mit dem Einsacken von Akquisen verbringst, dann verlierst du Geld. Wenn du noch immer denkst, dass der Weg es ist, ein unabhängiger Jäger zu sein, dann fühl dich dabei wohl. Aber wenn du schlau bist, dann wirst du zu einem Mitglied der Gilde.

Du willst wissen, was die besonderen Vorteile einer Gildenmitgliedschaft sind? Lies weiter und lerne etwas dabei.


Equipment
Die Kopfgeldjägergilde bietet all ihren Mitgliedern Ausrüstung und Vorräte. Diese Ausrüstung beinhaltet alles: von lebensnotwendigen Gütern, um in einer bestimmten Atmosphäre oder planetarer Umwelt zu arbeiten, bis hin zu gildeneigenen Schiffen und privat subventionierten Transporten. Da der Gewinn, der sich aus einer erfolgreichen Jagd ergibt, für gewöhnlich die Kosten für die Aufwendungen übersteigt, ist das meiste Equipment gebührenfrei. Falls du teure oder spezielle Gegenstände für eine Jagd benötigst, vermietet sie dir die Gilde zu einer fixen Rate. Kosten, welche von zukünftigen Kopfgeldern abgezogen werden können.



Informationen
Die Gilde ist mehr als nur ein Kopfgeldmakler. Sie ist ein vollwertiger Informationslieferant. Wenn du als Gildenmitglied den Auftrag, eine Akquise zu verfolgen, erhältst, möchte die Gilde sicherstellen, dass du mit den präzisesten Daten wie nur möglich versorgt bist. Du wirst regelmäßige Updates bezüglich aktueller Kopfgelder erhalten, zusätzliche Details hinsichtlich der Methoden der Akquise, persönliche Verhaltensweisen, bekannte Decknamen und Verbündete und den letzten bekannten Aufenthaltsort. Dieser Service wird ebenso auf verbündete Gilden ausgeweitet, die freiberufliche Jagden erlauben, was dem Jäger einen größeren Rahmen ermöglicht, während sie ihre eigene Beute verfolgen.


Vermittlung
Sagen wir mal, du bist auf einer entfernten Welt und ein empörter Zivilist sagt dir, dass du deine Autorität überschritten hast, als du eine Akquise gefangengenommen oder getötet hast. Noch ehe du etwas erwidern kannst, behauptet ein anderer Örtlicher einen Anspruch auf einen Teil des Kopfgelds zu haben, weil er dich zu der Cantina geführt hat, in der du deine Akquise gefunden hast. Dann taucht der Empfänger auf, ein Bürokrat, der entscheidet die Zahlung wegen einer Formalie einzubehalten. Sagen wir ebenso, dass alle drei Großmäuler mit einigen einflussreichen Personen in Kontakt stehen. Es wäre es ein schrecklicher Fehler, diesen Disput mit deinem Blaster zu lösen. So sehr wie du es auch lieben würdest, diese Jungs mit Energiebolzen zu durchsieben, du würdest in Einzelteilen enden und du würdest das Kopfgeld definitiv nicht erhalten. Ist das wirklich so wie du leben willst?

Wenn du ein einsamer, unabhängiger Jäger in einer derartigen Situation bist, dann bist du auf dich alleine gestellt, Kumpel. Aber wenn du zur Gilde gehörst, welche Verantwortliche hat, die als deine Vermittler und rechtliche Stellvertreter agieren, sowie tausende von anderen Jäger, denen es unter den Fingern juckt auf jeden lästigen Langeweiler, der zwischen dir und deinem Kopfgeld steht, herabzustürzen, dann kannst du deinen letzten Credit darauf verwetten, dass diese Störenfriede es sich zweimal überlegen, bevor sie deine Zeit verschwenden.


Grundsatz der Gegenseitigkeit
Die Gilde und ihre Partner haben auf vielen Welten starke Verbindungen zu Institutionen der Strafverfolgung und diese Organisationen beinhalten verschiedene Gegenseitigkeitsvereinbarungen. Was bedeutet das für Mitglieder der Gilde? Wenn du dich in das Gebiet eines anderen Syndikats wagst, dann kannst du beim örtlichen Syndikat Hilfe beantragen und erwarten, Hilfe zu erhalten. Die anfallenden Kosten für derartige Unterstützung werden von der Gilde bezahlt und mit zukünftigen Kopfgeldern, über eine fixe Rate, verrechnet.


Reparaturen
Im Asteroidengürtel die Sensorschüssel verloren? Blastergewehr hinüber, nachdem du es jemanden über den Schädel gezogen hast? Eine Delle im Landgleiter, seit du eine Akquise gegen die Wand gefahren hast? Kein Problem, wenn du in der Gilde bist. Alle Schäden an Gilden- und Privatbesitz werden gemeinhin kostenlos oder sehr günstig behoben. Meist geschieht dies auf Raumhäfen und in Werften von Gildenmitgliedern. Klappt das so nicht, werden gegen den Austausch von Gefälligkeiten nahezu alle Waffenläden und Handelsgilden vor Ort gern Reparaturen übernehmen. Auch lokale Regierungen können solche gegen einen Obulus veranlassen. Die Gilde kümmert sich um dich und deine Ausrüstung, damit du dich ganz auf die Akquise konzentrieren kannst.


Reputation
Was glaubst du, warum so viele an die Kopfgeldjägergilde herantreten, wenn es darum geht, bestimmte Akquisen zu verfolgen und warum sie immer wieder zu uns kommen? Weil wir alle so gut aussehen? Nein, aufgrund unserer Reputation natürlich und als Mitglied dieser Gilde bist du auch Teil dieser Reputation.

Im Gegensatz zu den meisten Unabhängigen verfügt die Gilde über ein Werbebudget. Wir mögen es, die Galaxis über unsere Professionalität und den Erfolg unserer Mitglieder wissen zu lassen und derartige Werbung hilft der Gilde in der Öffentlichkeit zu einem positiveren Bild. Unsere erfolgreichsten Jäger verdienen sich Vorzugskonditionen für besonders heikle oder gefährliche Jagden, und das sollte auch dich ermutigen, alles für die Gilde zu geben.


Ruhestand
Kaum ein Jäger denkt am Anfang der Karriere über den Ruhestand nach. Selbst schuld. Wenn es für dich nichts Besseres gibt als ehrenvoll zu sterben, lauf doch einfach geradewegs in einen Hinterhalt und bringe es hinter dich. Mit etwas Glück überlebst du es und siechst fortan zusammen mit den anderen Versagern in einem Armenhaus vor dich hin.

Ja, die Kopfgeldjagd ist ein Gewerbe mit einer hohen Sterblichkeitsrate. Doch die Gilde hält nachweislich den Rekord darin, Jäger so auszubilden und zu unterstützen, dass sie es bis in Rentenalter schaffen – das meist viel früher als in anderen Berufen erreicht ist. Die Gilde ist überzeugt davon, dass loyale Jäger für die Jahre des Dienstes belohnt werden sollten. Daher bieten wir ein großzügiges Versorgungspaket an, das es dir gestattet, nach deiner letzten Akquise noch ein langes, gutes Leben zu führen.

Und wenn du noch topfit bist und den Blaster gar nicht an den Nagel hängen willst? Die Gilde bietet lukrative Ausbilderverträge an, wenn du bereit bist, jüngere Jäger zu unterweisen. Sei dir gewiss, indem du dein Wissen mit der nächsten Generation von Gildenmitglieder teilst, ist dein "Ruhestand" kaum ein Abstellgleis, sondern im Gegenteil der Beginn einer neuen und hoch geachteten Karriere.


Zufluchtsort
Passiert es, dass ein Gildenmitglied mit einem Angestellten des Raumhafens oder einem Mitglied eines anderen Syndikats in Konflikt gerät, kann die Gilde einen Zufluchtsort anbieten und wird ebenfalls den Jäger gegen fragwürdige Forderungen verteidigen. Und wenn es zur Haftung und zum Verhandeln mit planetaren Regierungen und anderen Strafverfolgungsbehörden kommt, haben Gildenmitglieder einen größeren Vorteil gegenüber dem Durchschnittsbürger. Der Grund ist, dass Viele die Notwendigkeit von Kopfgeldjägern erkannt haben und der Gilde bis zu einem gewissen Grad Autonomie zugestehen, wie sie intern über ihre Mitglieder Recht sprechen.

Aber sei versichert, dass die Gilde sein eigenes internes System von Gesetz und Bestrafung hat und dass auch für ein Mitglied der Gilde die meisten galaktischen Gesetze weiterhin gelten. Oder in anderen Worten: Die Gilde kann dich nicht vor allem und jedem beschützen. DU bist verantwortlich für deine Handlungen.


Ausbildung
Wie bereits erwähnt, können Jäger im Ruhestand zu Lehrern werden, um andere Gildenmitglieder auszubilden. Aber dieses Training ist nicht nur auf jüngere Mitglieder beschränkt. Auch Veteranen – jedenfalls die klugen – sind bestrebt, ihre Fähigkeiten zu verbessern, neue Techniken zu lernen und neue Waffen zu testen. Die Gilde bietet Training für alle Mitglieder an und ermutigt die Mitglieder, den vollen Nutzen aus den Trainingsressourcen zu ziehen.

Dem Beispiel trandoshanischer und rodianischer Jäger folgend, welche in ihrem eigenen Sternensystem alte Jagdgebiete unterhalten, beinhalten die Ressourcen der Gilde Trainingseinrichtungen auf unterschiedlichen Welten. Diese Einrichtungen sind mit Personal versehen, die über eine umfangreiche Erfahrung in allen möglichen Dingen verfügen. Von Verfolgung und Tarnung bis hin zu Schießkunst und Sprengstoffnutzung.
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