#5
War der Regen die Strafe? Der Sturm? Neen war mit vielen Gedanken gepeinigt, als er seine Stiefel ablegte. Wenig später tat es ihnen auch seine Kleidung gleich, während die eigentlich bekannte Fremde ihm einen Pullover brachte. Sie war freundlich. Unerwartet freundlich, auch nach seiner stupiden Idee im Regen zu ihr zu reisen. Nachdem er den trockenen Pullover übergestreift hatte und die Kleidung mitsamt Stiefel unter der Heizung positioniert hatte, setzte er sich. Es war ungewohnt heimisch hier. Seltsam genug war die gesamte Situation. Fast zu menschlich. Hatte sie nicht auch, wie so viele, ihre menschlichen Traum im Krieg verloren? Neen überlegte streng, schnell, wie er es gewohnt war. Er hatte viele Männer und Frauen trainiert, um sie in Schlachten zu schicken. Viele waren nicht zurückgekehrt und doch lebten sie immer noch mit ihm. Nicht als Personen, sondern als Gespenster seiner Vergangenheit. Name für Name hatte er notiert und würde sie niemals vergessen. Es war die Pflicht sich daran zu erinnern, warum sie diesen Krieg führten. Das Imperium musste zerbrechen. Jeder Einzelne sollte brennen, für seine kranke Ideologie, wenn er sich nicht überzeugen ließe. Brennen, ja brennen, wie dieser Heizkörper. Ein reinigendes Feuer würde diese Galaxis von dieser Diktatur befreien. Jeder der eine imperiale Uniform trug, war sein Feind und musste durch Blasterfeuer zerstört werden. Der Glanz der Wut lag in seinen Augen, während er daran dachte, was er noch tun musste. Doch dann fiel dieser ab, weil er hier eine Mission hatte. Nicht nur eine kleine Aufgabe, sondern eine Person für die Sache seines Kampfes zu gewinnen. "Ich bin für SIE hier," erklärte er mit seiner alten, kriegsgestählten Stimme. Jetzt wurde ihm klar, dass er nur den Krieg hatte. Dort kannte er sich aus. Mit dieser Art Missionen hatte er Probleme, da sie darauf ausgelegt waren, Personal zu gewinnen; wie einst auf Alderaan als er Rekrutierungen durchführte. Naja, bevor es zerstört wurde. Ein schneller Gedanke bestrafte Alderaan für seine Vergänglichkeit und mit einem Seufzen setzte er fort. "Wir brauchen sie erneut. Auch ihre besondere Fähigkeit mit jeder Situation klar zu kommen, Miss Seyton." Der General nickte, blickte sie mit seinen alten Augen an. "Ich bin hier, weil das Kommando denkt, dass ein alter Herr einen besseren Zugang zu ihnen hat. Ein Mann, der weiß, wovon er spricht." Der Offizier lächelte müde. "Der Krieg ist immer noch nicht vorbei. Noch lange nicht. Mich bekümmert es, dass diese imperialen Schurken nach wie vor, den Kern halten und sich jetzt auf einen Irren, wie Vesperum, verlassen. Es wird schlimmer, nicht besser." Er beugte sich leicht vor, um etwas Nähe zu ihr zu gewinnen. "Sind Sie im Bilde über die aktuelle Lage?" Eine wichtige Frage, denn danach richtete sich seine weitere Rekrutierungsstrategie. Raena Seyton wurde gebraucht, als Funktion auf einem halblegalen Schiff der Republik, welches tief ins Herz des Bösen vorstoßen sollte. Dafür brauchte es spezielle Charaktere und man ging davon aus, dass diese Frau diesen besaß.
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