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Beitrag Beitrag erstellt am Fr 2. Feb 2018, 20:15,  Re: Polis Massa

NPC-Account


Holoverbindung: Vizeadmiral Albius, auf dem Kreuzer "Enduring Light"



Alfresko stimmte natürlich unverzüglich zu. In dieser Sache konnte es keinen Aufschub geben. Der wichtige Passagier musste schnellstmöglich nach Naboo verbracht werden. Wenn das Imperium tatsächlich wichtige Welten angriff oder über grenznahe Welten herfiel, war der Wissenschaftler auf Naboo am besten aufgehoben. Immerhin war klar, dass das Imperium noch nicht soweit vorstoßen konnte. - Oder etwa doch? Nichts war mehr sicher, so dass Alfresko mit sich hadern musste. Der Krieg war noch lange nicht vorbei. Vielleicht hatte er gerade erst richtig begonnen. Ohne Todesstern war das Imperium auf eine konventionelle Kriegsführung angewiesen, die mitunter mehr Tode fordern konnte, als die beiden Angriffe der Vernichtungswaffen zusammen.

Wenn die gesamte Galaxis vom Krieg erfasst wurde, waren abertausende bewohnte Welten direkt betroffen und Abermilliarden würden sicherlich umkommen. Der schnelle Sieg nach dem Tod des ersten Imperators war schlicht ausgeblieben und damit verringerte sich auch die Hoffnung des alten Captains. Auch dem Vizeadmiral war jene Emotionalität anzusehen. Der alte Schmerz kehrte zurück. Es bestand die Möglichkeit, dass die Republik nicht bestehen konnte. Das Imperium musste besiegt werden aber wenn es nun in die Offensive ging, war es noch lange nicht besiegt. Der Togorianer wischte sich mit der Tatze über die rechte Wange, so dass seine Schnurrhaare kurz zuckten.

Unsicherheit machte sich breit, die er schlicht zu überspielen versuchte. Ein Admiral musste stets die Kontrolle behalten oder zumindest so erscheinen. Zum Glück hatte Albius diese Erfahrung und konnte eine entsprechende Darstellung bieten, so dass er handlungsfähig wirkte. Auch wenn seine Gedanken bereits, wie Raumschrott, davon trieben. Dies war eine ernste Gefahr für die gemeinsame Sache. Dieses verdammte Imperium! Es war doch nicht nur ein Geschwür, welchen man entfernen konnte, sondern eine Reihe von Tumoren, die verteilt wuchsen. Der Tod des Imperators schien garnichts verändert zu haben. "Gut, begeben Sie sich nach Polis Massa. Docken Sie dort an und nehmen dann Bodentruppen sowie medizinisches Personal auf," entschied der Vizeadmiral bestimmend. Es war klar, dass er eine Rettungsoperation für Terminus beschließen musste. Zeitnah sogar. Ein Transporter kam ihm da gerade Recht. "Sie werden nach Terminus zurückkehren und eine Operation unterstützen. Ich ziehe bereits eine Kampfgruppe zusammen, um das Imperium zu stellen oder zumindest Terminus zu entlasten," erklärte Albius nüchtern, obwohl seine Fangzähne von den Lippen nervös umspielt wurden. Der Vizeadmiral war unruhig, wirklich besessen davon, schnell handeln zu müssen. Das Imperium sollte nicht noch mehr Schaden anrichten. Zumindest nicht heute. "Sie werden dann weitere Befehle auf Polis Massa erhalten. Der dortige Commander wird sie briefen, sobald er seine Befehle von mir erhalten hat," donnerte die Stimme der Weltraumkatze, die sich bereits herumwandte, um sich wieder der Koordination des Gegenschlages zu zuwenden. "Admiral Albius. Ende," war der schlichte Kommentar dazu und die Holoübertragung schaltete sich ab. Doch etwas stimmte nicht.

Auf den erweiterten Scannern waren zwei unbekannte Punkte erschienen. Albius wollte die Jygat warnen, doch die Langstreckenkommunikation war blockiert. Störsignale durchfluteten den Raum. Die beiden Objekte waren noch in einiger Entfernung aus dem Hyperraum gefallen und hielten auf einem schlingernden Kurs auf Polis Massa zu. Bald würden sie die beiden Schiffe, die gerade nebeneinander lagen, kreuzen. Es war nicht klar, um welche Schiffe es sich handelte. Doch ihre Größe deutete auf Großraumer hin. War es das Imperium, Verstärkung für die Republik oder flüchtende Schiffe von Terminus? Die Lage war unklar.


 
Beitrag Beitrag erstellt am Do 8. Feb 2018, 22:30,  Re: Polis Massa

Kapitänleutnant

Polis Massa | auf dem Weg zur rep. Basis | rep. Transporter Rache für Jygat


Ren war froh gewesen, als der Admiral das Gespräch beendet hatte. Zwar reizte ihn die Aussicht in naher Zukunft bereits nach Terminus zurückzukehren absolut nicht. Aber den Blicken eines potentiellen Fressfeindes entkommen zu sein, beruhigte den Mygeetaner ungemein. Diese kurze Phase geistigen Aufatmens verflog jedoch rasch wieder. Es gab eine Menge Arbeit zu erledigen.
Ein großer Teil dieser Arbeit fiel dem Steuermann Tub Waa zu, dessen Ohren immer mal wieder aufgeregt zuckten. Ein nervöser Tick aus Kindertagen, den er nie ganz los gworden war. Andockmanöver an andere Schiffe waren auch für einen Schiffssteuerer mit langjähriger Erfahrung immer ein kleines Abenteuer. Einiges konnte schief gehen. Von einem Kratzer im Lack bis hin zu komplettem Druckverlust war so ziemlich alles möglich. Vor allem dann, wenn die Systeme beider Schiffe wie in diesem Fall kaum kompatibel waren. Zwar hatte man sich in den Werfen von Sluis Van während der letzten Monate alle Mühe gegeben das alte Transportschiff zu modernisieren, doch einige Systemkomponenten konnten einfach nicht ausgetauscht werden, ohne das Schiff komplett in seine Einzelteile zu zerlegen und es quasi völlig neu zu konstruieren.
Also lag alles in den Händen der Piloten beider Schiffe.

Doch nur wenig später waren die Korvette und der Transporter miteinander verbunden, sodaß Doktor Falls seine Mitfahrgelegenheit wechseln konnte. Der Abschied war kurz aber herzlich gewesen. Lediglich Rens Tochter Vari vergoss einige Tränen, hatte sie diese größtenteils haarlose Kreatur doch irgendwie lieb gewonnen. Seine kleine Eskorte hatte der Wissenschaftler an Bord gelassen. Sie setzte sich ausschließlich aus Milizionären der Verteidigungsstreitkräfte Terminus' zusammen und würden im Rahmen des kommenden Einsatzes vermutlich unschätzbare Dienste leisten können. Schließlich kannten sie das Terrain, war es doch ihre Heimatwelt.
Von dem unmittelbaren und unbestreitbaren Nutzen dieser wenigen Männer und Frauen einmal abgesehen hatten sie alle den Wunsch geäußert, möglichst bald nach Hause zurückkehren zu können. Der mygeetanische Transporterkäpt'n hatte jedoch so seine Zweifel daran, ob diese Leute überhaupt noch ein zu Hause hatten. Er war wenig optimistisch, was die Opferzahlen und Verwüstungen betraf.

Noch während die Rache für Jygat auf den größten Asteroiden des Trümmerfeldes zuhielt, auf welchem sich auch die Siedlungen und Basen befanden, begannen Ren und Reya das weitere Vorgehen zu planen.
"Stell mir eine Liste aller Vorräte zusammen, die wir wahrscheinlich brauchen werden.", begann Ren. "Aka-Dir soll Dir auch eine Liste der Ersatzteile geben, die wir vielleicht für Reparaturen brauchen. Ich werd' sehen, was ich beim Chef der Station rausschlagen kann, was das angeht."
Die schlanke Muun nickte kurz und tippte bereits einige Befehle in ihre Konsole ein, ehe sie sich wieder ihrem Freund und Käpt'n zuwandte.
"Er wird die Frachtsektionen drei bis fünf wieder unter Strom setzen müssen, aber sonst fällt mir nichts ein, wo wir so viele Leute unterbringen sollen.", bemerkte sie zähneknirschend und malte sich in Gedanken bereits aus, wie der Sluissi zetern würde. Der Mygeetaner grinste kurz.
"Wird schon klappen. Binde ihn einfach mit ein und was die Kommunikation mit den Soldaten angeht; das soll Bal-Il übernehmen. Katta kümmert sich um die Mediziner, wenn es Fragen gibt."
Reya gestattete sich ein kurzes Aufatmen. So blieb wenigstens nicht alles an ihr hängen. Sie würde ihren Job als Frachtmeisterin des Schiffes mehr oder weniger störungsfrei machen können, ohne sich auch noch mit den Passagieren herumärgern zu müssen.

Einige Stunden später, die Jygat hatte die republikanische Basis erreicht, fanden sich Reya Tunith, Rens Gefährtin Kaa Ta Maa, der selonianische Waffenmaat Leyil Bal-Il und Ren Naa Lok selbst an der großen Frachtschleuse ihres Schiffes ein. Sie alle atmeten ein letztes Mal tief durch, ehe die Schleuse sich zu öffnen begann und das Chaos des Beladens eines großen Transportschiffes beginnen konnte...


 
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